Oktober 20th, 2009 von Sabine

Es gibt viele Gründe für eine Reise nach Rumänien. Imposante Kirchenburgen, die von den Siebenbürger Sachsen geplant wurden, dienten einst zum Schutz vor dem Einfall der Türken. Das mittelalterliche Kronstadt (Brasov) imponiert mit seinen bunten Häusern in der Altstadt. Eine Attraktion, die viele Besucher anzieht, ist Schloss Bran, das wohl Bram Stokers als Romanvorlage für seinen Dracula Roman diente.  Das Schloss hieß ursprünglich Törzburg wird aber seit den siebziger Jahren als Dracula Schloss vermarktet. Eigentlich hat die urtümliche Burg, die auf einem steilen Felsen thront, nicht viel mit Dracula zu tun, aber man braucht nicht viel Fantasie um hier in Gruselstimmung zu kommen.

Doch auch die Natur lockt viele Urlauber in die Karpaten. Die rumänischen Karpaten beherbergen die größte Raubtierpopulation westlich von Russland. Lange Zeit setzte das Gebiet auf Jagdtourismus. Doch inzwischen gibt es immer mehr Angebote zur Tierbeobachtung. Mehr als 4000 Bären leben in Rumänien in freier Wildbahn. Den Urlaubern wird eine Bären Beobachtung sozusagen garantiert. Förster legen Futter in der Nähe von Beobachtungshütten aus, damit die Gäste nicht allzu lange warten müssen, einen Braunbären in seinem natürlichen Lebensraum zu beobachten.

Aber es gibt noch eine andere sehr interessante Möglichkeit Bären in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Libearty – heißt ein Pflegeheim für ausgediente Braunbären. Weitläufige Waldgehege, Wasserstellen, Höhlen, Beerensträucher und eine Krankenstation ermöglichen ein neues Leben für ehemalige Tanzbären, Zoo- und Zirkusbären oder Tiere, die aus einer privaten Käfighaltung stammen. Sie haben hier oft zum ersten Mal Erde unter ihren Pranken, hier am Rande des Nationalparks Craiului. Das Projekt wird auch von Pierre Brice und Brigitte Bardot unterstützt. Seit neuestem werden hier Führungen durch eine Reiseleiterin angeboten, die auch die Lebensgeschichten der tierischen Bewohner erzählt.  Die Führung kann mit einer leichten Wanderung und Besuch einer Kirchenburg kombiniert werden.

Im Burzental gibt es auf einer Wolfshütte auch die Möglichkeit sich über das Leben der Wölfe zu informieren. Hier leben zwei von Hand aufgezogene Wölfe, die vorher ein wissenschaftliches Projekt unterstützt haben. Es werden Exkursionen zur Spurensuche der Wildtiere angeboten.

One Response to “Bärenparadies in den Karpaten”

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