September 2nd, 2010 von Sabine

Mekong Flussreisen gehören wohl mit zu den ganz besonderen Reiseerlebnissen. Der Mekong zählt mit seinen ca. 4500 Kilometern Länge zu den größten Flüssen der Welt. Der Verlauf führt von der Quelle im tibetischen Hochland bis zur Mündung ins Chinesische Meer durch sechs Länder.

Der Verlauf und die Wasserführung des Mekong variieren stark nach Jahreszeit. Durch Schmelzwasser, saisonalen Monsunregen oder eine Trockenperiode können bis zu 15m Unterschiede in der Wassertiefe entstehen. Die Tiere und Pflanzen im Mekong haben sich diesen Wechseln zwischen Dürre und Überflutungen angepasst. Die Artenvielfalt ist ähnlich groß wie entlang des Amazonas. Der Mekong gilt im Gegensatz zu anderen Strömen Asiens als ökologisch noch relativ intakt.

Geplanter Bau von Staudämmen

Zurzeit sind im Verlauf des Unteren Mekongs 11 Staudämme für Wasserkraftwerke geplant. Diese Staudämme würden jedoch eine erhebliche Bedrohung für einige der größten Süßwasser Fischarten darstellen, die zur Zeit noch ihren Lebensraum im Mekong haben. Dazu gehört zum Beispiel der Riesen-Stachelrochen, der bis zu 600 kg schwer und bis zu 5 Metern lang werden kann. Ähnlich bedroht wäre unter anderen auch der Siamesische Riesenkarpfen. Durch den Bau der Staudämme wären die Wanderrouten der Fische durchbrochen und die Laichgründe wären nicht mehr erreichbar. Dies würde einen Kollaps der Populationen verursachen.

Auch die Landwirtschaft würde von den Projekten sicherlich in Mitleidenschaft gezogen werden, da die Böden bei den Überflutungen neu befruchtet werden.

Es gibt also einige gute Gründe eine Mekong Flussreise etwas Zeit näher zu planen, wenn man die Landschaft noch als nahezu intaktes Ökosystem erleben möchte. Natürlich sind dies auch gute Gründe die betreffenden Projekte von Naturschutz Organisationen wie zum Beispiel des WWF zu unterstützen.

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